Zum Jahresende 2025 – Der Feldhamster hält durch. Wir auch.

Mit einem Augenzwinkern blicken wir auf 2025 zurück

2025 neigt sich dem Ende zu, und unser heimlicher Star der Agrarlandschaft, der Feldhamster, hat wieder einmal bewiesen, dass Durchhaltevermögen offenbar in seinem genetischen Bauplan verankert ist. Zwischen Baumaschinen, Mähdreschern und der endlosen Suche nach einem Stückchen Hamsterparadies auf dem Acker wird er seinen Ruf als heimlicher Meister des Survivaltrainings gerecht.

Teilweise wurde er sogar fündig, denn ein hamsterbegeisterter Umweltplaner aus Bayreuth namens Stefan hat sich derart ins Zeug gelegt, dass in der Region Hannover nun eine echte Feldhamster-Wellnessoase entstanden ist. Mit anderen Worten: Ein Spa, in dem die kleinen Nager vermutlich mit winzigen Handtüchern um die Hüften herum zur Entspannung wieseln.

Ein herzliches Dankeschön an alle Landwirtinnen und Landwirte, die wieder einmal bewiesen haben, dass Artenschutz und Ackerbau keine Gegensätze sein müssen. Wer bewusst sein Mähwerk bei der Ernte hochstellt, gibt dem Feldhamster mehr Zukunftschancen, als manch hochglanzpolierter Biodiversitätsbericht es je beschreiben könnte.

Ein großes Dankeschön an unsere Ehrenamtlichen, die mit einem unerschütterlichen Entdeckergeist Felder absuchen, als wäre jeder Hamsterbau ein Schatzfund; die in der Artenschutzstation täglich die Tiere versorgen, als hätten sie nie etwas anderes getan; und die während der Wiederfangaktionen auf der Auswilderungsfläche bei Göttingen so viele Sonnenuntergänge gesehen haben, dass man fast glauben könnte, sie hätten dort ein kleines Dauerabo auf den besten Blick – allen voran Sonja, die keinen einzigen verpasst hat.

Ebenso danken wir Anja für ihren unermüdlichen Einsatz für Wissenschaft und Forschung. Sie bereitet den Weg für die nächsten Jahre, in denen wir die Feldhamster nicht nur beobachten, sondern auch endlich besser verstehen wollen. Für sie ist das Verhalten der Tiere ein offenes Buch – fast so, als hätten die Hamster selbst freiwillig die Seiten aufgeschlagen.

Wir blicken voller Herzblut auf ein Jahr zurück, das uns gezeigt hat: Der Feldhamster gibt nicht auf. Und wir auch nicht. Mit derselben Mischung aus Idealismus und Beharrlichkeit – sturmfest und erdverwachsen, wie man es in Niedersachsen eben ist – starten wir ins Jahr 2026.