Der Feldhamster gehört zu den am stärksten bedrohten heimischen Tierarten. Um bereits Kinder für diese besondere Tierart, ihren Lebensraum und den Schutz der biologischen Vielfalt zu sensibilisieren, wurde unser Bildungsprojekt für Kindertagesstätten und Grundschulen in der Region durchgeführt.
In insgesamt zehn Bildungseinheiten mit jeweils 90 Minuten konnten die Kinder den Feldhamster auf spielerische und abwechslungsreiche Weise kennenlernen. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur Aussehen, Verhalten und Ernährung des Feldhamsters, sondern auch sein Lebensraum und die Bedeutung einer vielfältigen Feldflur.
Mit verschiedenen Lern- und Bewegungsspielen erarbeiteten die Kinder grundlegendes Wissen über den Feldhamster. Sie lernten, welchen Gefahren die Tiere ausgesetzt sind und welche Möglichkeiten es gibt, ihren Lebensraum zu schützen. Darüber hinaus wurden weitere Tierarten der Feldflur sowie verschiedene Feldfrüchte vorgestellt. So wurde deutlich, wie eng die unterschiedlichen Bestandteile des Lebensraums miteinander verbunden sind.
Ein besonderer Höhepunkt des Projekts war der Besuch der Artenschutzstation in Koldingen. Dort hatten die Kinder die Gelegenheit, Feldhamster aus nächster Nähe zu beobachten und die Tiere unter Anleitung zu füttern. Die direkte Begegnung ermöglichte es ihnen, das zuvor erworbene Wissen zu vertiefen und eigene Beobachtungen zu machen. Dabei konnten insbesondere Kenntnisse über die Ernährung, das Verhalten und das Aussehen der Tiere anschaulich vermittelt werden.
Auch die kreative Auseinandersetzung mit dem Feldhamster war Bestandteil des Projekts. Im Rahmen eines Malwettbewerbs konnten die Kinder ein Feldhamsterbild nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten. Bei ihrem Besuch in der Artenschutzstation konnten sie anschließend ihr Bild mit einem echten Feldhamster vergleichen. Auf diese Weise wurde spielerisches Lernen mit genauer Beobachtung verbunden.
Das Projekt orientierte sich an den Grundsätzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Ziel war es, Kindern einen positiven und altersgerechten Zugang zu den Themen Natur, biologische Vielfalt und Artenschutz zu ermöglichen. Durch das eigene Erleben und Entdecken wurde vermittelt, dass der Schutz bedrohter Tierarten bereits im direkten Umfeld beginnt und jeder einen Beitrag zum Erhalt unserer Natur leisten kann.
Die Bildungseinheiten wurden durch ehrenamtliche Dozentinnen begleitet, die eine intensive Betreuung der Kinder und Raum für Fragen und eigene Entdeckungen ermöglichten. Mit dem Projekt konnten zahlreiche Kinder für den Feldhamster und seinen Lebensraum begeistert und gleichzeitig wichtige Impulse für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur gesetzt werden.
Wir bedanken uns bei der Deutschen Wildtier Stiftung für die Förderung des Projekts und die Unterstützung unserer Umweltbildungs- und Artenschutzarbeit.
